So funktioniert's: Gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften
Die Regionalfabrik arbeitet nach dem Prinzip des gemeinschaftsgetragenen Wirtschaftens — in der Wirtschaftstheorie „Community Supported Economy" genannt. Die Idee ist einfach: Nicht jeder Einkauf ist ein Einzelgeschäft, sondern eine Gemeinschaft trägt gemeinsam die Betriebe, die sie versorgen.
Das Prinzip
Die Mitglieder der Regionalfabrik unterstützen die produzierenden Betriebe mit verlässlichen Beiträgen und entlasten sie damit von unternehmerischen Risiken wie Markt- und Ernteschwankungen. Dafür erhalten die Mitglieder die Produkte: Brot, Gemüse, Käse und mehr aus der Region.
Was sich dadurch ändert:
- Für die Betriebe: Planbare Einnahmen statt Preisdruck. Wer weiß, dass die Ernte getragen wird, kann ökologisch und langfristig wirtschaften.
- Für die Mitglieder: Lebensmittel, deren Herkunft und Herstellung transparent sind — und Mitsprache darüber, was in der Region entsteht.
- Für die Region: Strukturen, die auch in Krisen tragen. Kurze Wege, echte Wertschöpfung vor Ort, unabhängiger von globalen Lieferketten.
Commons: Gemeinsam getragene Infrastruktur
Hinter diesem Modell steht der Gedanke der Commons — Gemeingüter, die von einer Gemeinschaft getragen, genutzt und gepflegt werden. Eine Backstube, eine Mühle oder ein Lager müssen nicht einem Einzelnen gehören und Gewinn abwerfen. Sie können gemeinsame Infrastruktur sein, so wie ein Dorfbackhaus es früher war: von vielen getragen, für alle da.
Aus der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) ist dieses Prinzip für Höfe bekannt und bewährt. Die Regionalfabrik überträgt es auf die nächste Stufe: die Verarbeitung — also auf Bäckerei, Trocknung, Lagerung und Verteilung.
Der erste Schritt: Bäckerei und Trockenobst
Unser erstes Projekt ist eine Bäckerei, die regionales Bio-Getreide verarbeitet — verknüpft mit einer Trockenobstherstellung, welche die Abwärme aus den Öfen nutzt. So entsteht ein kleiner, effizienter Verarbeitungsverbund: Energie wird doppelt genutzt, Getreide und Obst der Region finden direkt den Weg zu den Mitgliedern.
Mitmachen
Die Regionalfabrik wächst mit den Menschen, die sie tragen. Der erste Schritt ist unverbindlich: Registriere dich mit Name und E-Mail-Adresse, und wir halten dich auf dem Laufenden — über Veranstaltungen, den Aufbau der Bäckerei und die Möglichkeiten, Mitglied zu werden.